Eine spannende Führung über den Ostfriedhof am Mauspfad.
Vom Turbograb, über römsche Totengeister zur Leichenbitterin
Am 20. November 2010 trafen sich um 11 Uhr am Haupteingang des Friedhofes bei schönem Wetter über 60 interessierte Dellbrücker.
Unter der Führung von Dr. Wolfgang Stöcker, Kulturwissenschaftler, hatten wir die Gewissheit, dass die Wanderung über den Ostfriedhof zu einem besonderen Erlebnis werden würde.
Dr. Wolfgang Stöcker
In einem hochinteressanten und spannenden Vortrag gab Wolfgang Stöcker einen Abriss der Friedhofskultur von der Steinzeit bis heute. Besonders ging er auf die heutigen Bestattungsformen ein. Einmal die christliche Tradition, die sich als gerade Linie von der Geburt bis zu Gott im Himmel versteht. Anderseits der Glaube an einen Kreislauf in der Natur (Wiedergeburt), der sich in Hain- und Baumbestattungen manifestiert. Auf unterschiedlichen Gräbern wurde dann die Zeichen- und Symbole erklärt, die ja alle einen Bezug zum Weiterleben nach dem Tode hatten. Informativ auch zu wissen, dass es Friedhöfe erst seit der Napoleonischen Zeit gibt. Davor gab es nur Kirchhöfe in der Nähe der Kirchen. Erst um das Jahr 1800 wurden die Friedhöfe geschaffen, die in der Regel außerhalb der Orte lagen. So war Melaten der erste Kölner Friedhof, der außerhalb der Stadtmauern lag. Informativ waren auch die Ausführungen über die Gestaltung und Architektur der Friedhöfe.
Das Bild unten zeigt die neuesten Tendenzen der Bestattungskultur, die Hain- und Baumbestattung.
Nach fast 2,5 Stunden endete die Besichtigung am Eingang des Ostfriedhofs mit einem herzlichen Dank an Dr. Stöcker.
Aktuell Aktuell Aktuell
28./29.April 2012
100 Jahre
Ein ANGEBOT
an alle Dellbruecker
des Buergervereins
Köln-Dellbrueck e.V.
Bericht über ein Problem
