Der Bereich Von-Quadt-Straße

Im Bereich der ehemaligen belgischen Schule tut sich nichts, rein gar nichts.

Ein Beitrag von Klaus Greschok (2015)
Bilder: Klaus Greschok;
Historisches Foto: Autor unbekannt 

(Im Anschluß der Beginn der Bauarbeiten im Mai 2017)

historishe Luftaufnahme
Das Gelände der ehemaligen belgischen Schule "Tabora" um 1951

Nachdem der Abzug der belgischen Streitkräfte im Jahr 2003 aus Köln, und damit auch aus Dellbrück abgeschlossen war, gingen die Einfamilienhäuser und das Schulareal in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über; für die Verwaltung der leerstehenden Gebäude wurde die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zuständig.

Im Januar 2005 besichtigte der Arbeitskreis „Urbanes Wohnen“ im Leitbild Köln 2020 die belgische Schule. Das Fazit dieses Besuches, bei dem die Gebäude in durchaus passablen Zustand vorgefunden wurden, lautete: „Hier liegt eine Verschwendung von Volkseigentum vor.“

Von der Stadtverwaltung und von den Parteien gab es in der Folge eine Reihe von Lippenbekenntnisse das umzusetzen; es geschah aber nichts dergleichen.

Im November 2007 schien sich das Blatt zu wenden, die Bezirksvertretung Mülheim machte sich die Forderung zu eigen.

Zwei Jahre später, am 8.10.2009 beschloss dann der Stadtentwicklungsausschuss Vorgaben für eine europaweite Ausschreibung. 

Als Nutzung wurde vorgesehen:

Stärkung der Wohnfunktion im Zentrum von Dellbrück durch die Entwicklung von unterschiedlich gemischten Wohnformen aus Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäuser aber auch Geschosswohnungsbau in Form von Stadthäusern, altersgerechtem Wohnen, zukunftsfähiges oder innovatives Wohnen insbesondere als Modell für generationsübergreifendes Wohnen. 

Nach zwei Anläufen kam es zum Verkauf und einem sich anschließendem Architektenwettbewerb. Das Ergebnis und den bisherigen Verlauf hat der Bürgerverein unter der Rubrik „Aktuell – Bebauungsplan ehemalige belgische Schule“ dargestellt.

 

Seit dem Abzug der belgischen Streitkräfte sind nun mehr als 10 Jahre (in Worten: mehr als zehn Jahre) vergangen. Es ist nicht zuletzt der Stadtverwaltung und dem Rat bekannt, dass Köln dringend weiteren - und auch preiswerten - Wohnraum benötigt. Die Stadt hätte das Gelände von der BImA als Schulgelände sehr günstig übernehmen können. Es bestand aber angeblich kein Bedarf. 

 (Anmerkung: Als im März 2009 als Folge des Einsturzes des Stadtarchivs der Schulraum in der Innenstadt knapp wurde, wurde vom Arbeitskreis „Urbanes Wohnen“ vorgeschlagen, die belgische Schule als Ausweichquartier zu nutzen. Die Stadt lehnte das mit der Begründung ab, dass Dellbrück für die Schüler ein zu weiter Weg bedeuten würde.)

 Man kann davon ausgehen, dass es der Stadt nach einer Übernahme in 2004 durchaus möglich gewesen wäre, das Schulgelände für Wohnungsbau umzuwidmen. Das ist verschlafen worden. Die dort hoffentlich in den nächsten Jahren doch noch entstehenden 

Wohnungen werden sicher nicht preiswert sein, da der zukünftige Investor das Gelände von der BImA teuer erwerben musste, und die inzwischen laufenden Umplanungen das ganze auch nicht günstiger machen werden..

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